Park Zitadelle in Posen – Der komplette Reiseführer

Juni 9, 2025

Herzlich willkommen auf meinem Reiseblog! Heute entführe ich Sie an einen besonderen Ort auf der Karte Polens – nach Poznań. Es ist nicht der Park Ciutadella in Barcelona und auch nicht die berühmte Warschauer Zitadelle, sondern das Herz der Grünflächen der Hauptstadt Großpolens – der magische Zitadellenpark (Park Cytadela). Er ist der größte Park der Stadt, über 100 Hektar groß, und zugleich ein Ort, der von einer außergewöhnlichen Geschichte durchdrungen ist. Machen Sie sich bereit für einen Spaziergang, der Entspannung inmitten zauberhafter Natur mit einer wichtigen Lektion aus der Vergangenheit verbindet. Die Einwohner Posens (Poznań) nennen den Park liebevoll „Cytka“, was ihm schon allein einen so warmen, lokalen Charakter verleiht, nicht wahr? Der Zitadellenpark in Poznań ist ein wahrer grüner Schatz, der (meiner Meinung nach) zu jeder Jahreszeit einen Besuch wert ist. Sie werden sehen, wie viel er zu bieten hat!

Die Geschichte der Zitadelle: Vom preußischen Fort zur grünen Lunge Posens. Wie kam es dazu?

Zitadellenpark

Bevor die Zitadelle zum geliebten Park der Einwohner Posens (Poznań) wurde, hatte ihr Gelände eine ganz andere Bestimmung. Der Winiary-Hügel (Wzgórze Winiarskie), nördlich der Altstadt gelegen, war über Jahrhunderte die Heimat malerisch gelegener Dörfer – Winiary und Bonin.

Doch im 19. Jahrhundert, als die Entwicklung der Artillerie die Modernisierung der Befestigungsanlagen erzwingte, begannen preußische Generäle lautstark die Befestigung Posens zu fordern – einer Stadt, die strategisch auf dem Weg nach Berlin lag, sowie auf einem wichtigen Weg zwischen Westpreußen und Schlesien. Ein vorläufiger Plan sah die Befestigung des Winiary-Hügels bereits im Jahr 1817 vor.

Die Anfänge der Festungswerke: Vom Plan zur Umsetzung

Die Bauarbeiten begannen im Jahr 1828. Der endgültige Plan für diese Befestigungsanlagen stammt von dem preußischen General Johann Brese. Es entstand damals das mächtige Fort Winiary, das ein wesentlicher Bestandteil der preußischen Festung war und Teil der die Innenstadt umgebenden polygonalen Festung.

Der Bau des Forts auf dem Winiary-Hügel dauerte bis 1842. Die polygonalen Festungsanlagen wurden offiziell 1864 fertiggestellt.

Das Fort Winiary war damals angeblich das größte Artilleriefort des damaligen Europas. Die Entwicklung der Artillerie stellte jedoch schnell die militärische Bedeutung der polygonalen Festungen infrage.

Daher liefen in den 70er Jahren des 19. Jahrhunderts bereits die Planungsarbeiten für die Modernisierung der Festung Posen. Diese sollte durch eine Festung erweitert werden. Der Bau der äußeren Festung dauerte bis zum Jahr 1886.

Die gesamte Festung Posen gehörte zu den größten in Europa und wurde ständig modernisiert, um sie an die sich ständig entwickelnde Belagerungstechnik anzupassen. Das Kaiserforum (Dzielnica Cesarska) in Poznań entstand übrigens anstelle der abgerissenen polygonalen Festung.

Kriegszerstörungen und die Nachkriegsgestalt der Zitadelle – die turbulente Geschichte des Hügels

Das Fort Winiary war mit einer ständigen Besatzung der preußischen Armee bemannt. Während des Großpolnischen Aufstands wurde es jedoch von den Aufständischen eingenommen, was eine enorme symbolische und militärische Bedeutung für die Region hatte. Anschließend wurde die Zitadelle in Poznań zum Standort der Telegrafentruppen der polnischen Armee.

In ihren Mauern nahmen Studenten der Posener Universität an geheimen Kryptologiekursen teil, die, wie wir wissen, zur Entschlüsselung der legendären Enigma beitrugen. Es ist faszinierend, wie sich Geschichte an so unerwarteten Orten verflechtet.

Leider wurde die Zitadelle schnell von deutschen Truppen eingenommen. Sie wurde später zum letzten Widerstandspunkt der deutschen Verteidigung während der schweren Kämpfe gegen die Rote Armee im Jahr 1945 – diese dauerten im Januar und Februar.

Während des Zweiten Weltkriegs wurden die Befestigungsanlagen erheblich zerstört.

Im Jahr 1946 wurde auf den Ruinen des Forts Winiary der NS-Verbrecher Arthur Greiser gehängt. Interessant ist, dass Ziegel aus der abgerissenen Posener Zitadelle später sowohl zum Wiederaufbau Posens als auch der zerstörten Hauptstadt Warschau verwendet wurden. Nur wenige Orte in Polen haben eine so bewegte Geschichte.

Auf dem Gelände des ehemaligen Forts Winiary liefen in den Jahren 1963–1970 intensive Arbeiten zur Anlage des Parks. Der Zitadellenpark erhielt ursprünglich den Namen Park-Denkmal der Waffenbrüderschaft und polnisch-sowjetischen Freundschaft (Park-Pomnik Braterstwa Broni i Przyjaźni Polsko-Radzieckiej), zum Gedenken an die polnisch-sowjetische Waffenbrüderschaft aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs. Am Südhang des Hügels wurde damals ein Friedhof für sowjetische Soldaten angelegt. Heute erstreckt sich auf einem Teil dieses Geländes der Park Graben und Hänge der Zitadelle (Park Fosa i Stoki Cytadeli). (Geschichte kann kompliziert und voller Veränderungen sein.)

Im Jahr 1992 wurde der Name in Park Cytadela in Poznań geändert, und 2008 wurde dieser Ort durch den Präsidenten der Republik Polen in den Status eines „Geschichtsdenkmals“ (pomnik historii) erhoben. Das heißt, seine Bedeutung ist offiziell bestätigt.

Ein Spaziergang durch die Zitadelle: Was sich zu sehen lohnt und wohin man gehen sollte, um nichts zu verpassen?

Zitadellenpark

Die Zitadelle ist ein riesiger Raum, der viele Möglichkeiten bietet, Zeit zu verbringen. Beim Spaziergang auf den breiten Alleen des Parks stoßen Sie sowohl auf Spuren der Geschichte, künstlerische Objekte, schöne Gärten als auch auf Orte, an denen man einfach sitzen und entspannen kann. Der Park ist über 100 Hektar groß, es gibt also viel zu entdecken, obwohl ich zugeben muss, dass man sich hier manchmal leicht verlaufen kann, wenn man keine Karte oder keinen Plan hat.

Attraktionen für Touristen: Museen, Denkmäler und Installationen

Auf dem Parkgelände finden Sie zwei Museen, die in erhaltenen Festungsgebäuden untergebracht sind: das Museum für Bewaffnung (Muzeum Uzbrojenia) und das Museum der Armia Poznań (Muzeum Armii Poznań). Sie sind Zweigstellen des Großpolnischen Museums der Unabhängigkeit (Wielkopolskie Muzeum Niepodległości). Es gibt in Poznań nur wenige Orte, die die Geschichte der Befestigungsanlagen mit einem reichen Museumsangebot verbinden. Vor einem Besuch lohnt es sich, die Öffnungszeiten zu überprüfen und die Meinungen anderer Besucher zu lesen. Informationen zu den aktuellen Ticketpreisen für die Museen finden Sie auf deren Websites.

Neben den Museen lohnt es sich, die erhaltenen Festungsanlagen zu besichtigen, wie zum Beispiel: das Nordtor (Brama Północna) sowie das Viadukt der Kleinen und Großen Schleuse (Estakada Małej i Wielkiej Śluzy). Diese Relikte der Vergangenheit regen wirklich die Fantasie an.

Weitere interessante Objekte auf dem Gelände der Zitadelle sind unter anderem:

  • Das Helden-Denkmal (Pomnik Bohaterów) – ein beeindruckendes Objekt, das sich am Gipfel der Treppe befindet, die von der Aleja Niepodległości hinaufführt.
  • Das Amphitheater – gelegen am nordöstlichen Punkt des Parks, an der Stelle des ehemaligen Ravelins IV des Forts Winiary. Angeblich gibt es Pläne, im Amphitheater einen Bienenweiden-Garten anzulegen, was die Biodiversität dieses Ortes zusätzlich bereichern würde. Wie wäre es mit Open-Air-Konzerten in solch einer Kulisse?
  • Die Glocke des Friedens und der Freundschaft zwischen den Nationen (Dzwon Pokoju i Przyjaźni Między Narodami) – befindet sich an der größten Lichtung des Parks. Sie wurde 1985 anlässlich der Rede von General Jaruzelski vor der UNO errichtet. Ähnliche Glocken stehen übrigens an symbolischen Orten auf der ganzen Welt, u.a. in Hiroshima oder New York.
  • Das Jugendkulturhaus „Harcówka” (Młodzieżowy Dom Kultury „Harcówka”) – ein Ort vieler Treffen und Veranstaltungen für junge Leute.
  • Die Installation von 112 Skulpturen „Die Unerkannten” (Nierozpoznani) von Magdalena Abakanowicz – dies ist ein monumentales Open-Air-Werk, das wirklich begeistern und zu tiefem Nachdenken anregen kann (jedes Mal, wenn ich sie sehe, läuft mir ein Schauer über den Rücken). Magdalena Abakanowicz ist die Schöpferin dieser außergewöhnlichen Figuren, die zu einem der Symbole des Parks geworden sind.
  • Open-Air-Skulpturen anderer Künstler – den Park schmücken auch Werke anderer Künstler, u.a.: Michała Gąsienicy Szostaka (z.B. „Samen – Epitaph des Lebens“), Jerzego Sobocińskiego, Józefa Murlewskiego, Juliana Boss-Gosławskiego (z.B. „Żalki“), Krzysztofa Sołowiejowa (z.B. „Żalki“), Andrzeja Pukackiego (z.B. „Komposition“), Wacława Twarowskiego (z.B. „Kosmonaut“), Józefa Kopczyńskiego (z.B. „Nacht“). Kunst, die in die Natur integriert ist, ist etwas Schönes.
  • Ausstellung von Militärflugzeugen – befindet sich unter freiem Himmel, direkt neben dem Museum für Bewaffnung. Ein Leckerbissen für Luftfahrtfans.

Darüber hinaus birgt der Park zahlreiche Ecken mit Überresten alter Befestigungsanlagen, die diskret, manchmal aber auch deutlich, an die turbulente Geschichte dieses Ortes erinnern. Sie bei einem Spaziergang zu suchen, kann ein echtes Abenteuer sein.

Spazier- und Radwege: Entdeckung grüner Ecken

Der Zitadellenpark in Poznań ist der ideale Ort für lange Spaziergänge und angenehme Radtouren. Breite, asphaltierte Alleen laden förmlich zur aktiven Erholung ein.

Drei Hauptalleen des Parks tragen Namen, die an wichtige Persönlichkeiten und Ereignisse erinnern: Allee des Gen. Stanisław Sosabowski (al. gen. Stanisława Sosabowskiego), Allee der Zitadellenkämpfer (al. Cytadelowców – erinnert an die Einwohner Posens, die der Roten Armee bei der Einnahme der Zitadelle im Jahr 1945 halfen) sowie Allee des 15. Posener Ulanenregiments (al. 15 Pułku Ułanów Poznańskich). Jede von ihnen erzählt ihre eigene Geschichte.

Der Radweg verläuft entlang der Straßen Armii Poznań und Księcia Mieszka I. Man kann den Park auch von der Szelągowska-Straße aus befahren, entlang der die beliebte Wartostrada verläuft. Spaziergänger genießen es, sich im Zitadellenpark in Poznań zu ergehen, wobei sie die Ruhe und Schönheit der sie umgebenden Natur genießen. Eigentlich ist das wohl der Hauptgrund, warum die Einwohner Posens (Poznań) diesen Ort so lieben – er bietet eine Auszeit.

Der grüne Schatz Posens: Flora und Fauna des Zitadellenparks. Wissen Sie, was hier wächst und lebt?

Zitadellenpark

Der Zitadellenpark ist nicht nur Geschichte und Erholung. Er ist auch ein äußerst wertvolles Naturgebiet. Er liegt innerhalb des Natura 2000-Gebiets, was allein schon seine große Bedeutung für den Schutz der Biodiversität bezeugt. Der Park hat dank seiner biologischen Vielfalt eine enorme Bedeutung für die Botanik Posens (Poznań). (Und wer hätte gedacht, dass sich ein solcher Ort mitten in der Stadt verbirgt?).

Pflanzenreichtum: Von Bäumen über Blumen und Kräuter

Hier wächst eine beeindruckende Anzahl von etwa 380 Arten von Gefäßpflanzen. Zu den Bäumen, die das Landschaftsbild prägen, zählen Arten wie Spitzahorn (klon zwyczajny), Gewöhnliche Birne (grusza pospolita), Rosskastanie (kasztanowiec zwyczajny), Flatterulme (wiąz szypułkowy), Stieleiche (dąb szypułkowy), Gewöhnliche Esche (jesion wyniosły), Bergahorn (klon jawor) und Robinie (robinia akacjowa).

Zu den geschützten Baumarten, die auf der Zitadelle wachsen, gehört die Eibe (cis pospolity) – eine wahre Rarität.

Ein Teil der Pflanzen, wie Zweiblättriger Blaustern (cebulica dwulistna), Efeu (bluszcz pospolity), Straußenfarn (pióropusznik strusi) und Kleines Immergrün (barwinek pospolity), wurden ursprünglich in den 1960er Jahren künstlich eingeführt, als der Park erst geplant wurde. Zu den anderen Pflanzen, die häufig auf der Zitadelle vorkommen, gehören Maiglöckchen (konwalia majowa) und Leberblümchen (przylaszczka pospolita).

Auf den Friedhöfen, die an den Hängen der Zitadelle liegen, kommt eine spezifische Gefäßflora vor. Sie umfasst seltene Pflanzengesellschaften, wie fertile Hangauwiesen (żyzny łęg zboczowy – Violo odoratae Ulmentum minoris), Sandrasen (murawa napiaskowa – Cerastio-Androsacetum septentrionalis), Glatthaferwiesen (łąka rajgrasowa – Arrhenatheretum medioeuropaeum) und xerotherme Rasen (murawa kserotermiczna – Adonido-Brachypodietum, mit der charakteristischen Aufrechten Trespe – Bromus erectus). Zudem wurde hier das Vorkommen von Flechten festgestellt.

Die Flora der Zitadelle überrascht nicht nur durch ihren Reichtum, sondern auch durch die Anwesenheit seltener Arten und sogar solcher, die eine Neuheit für polnische Botaniker darstellten! Es wurden hier für Polen neue Arten (Glänzender Schneestolz – śnieżnik lśniący, Böhmischer Gelbstern – śniadek Buchego, Veilchen – fiołek bławatkowy), neue für Großpolen (Knäuel-Ampfer – szczaw ogrodowy, Dactylis ×intercedens, Gagea ×pomeranica) sowie neue für Poznań selbst (Ästiges Berufkraut – przymiotno gałęziste, Feuerlilie – lilia bulwkowata, Armenische Traubenhyazinthe – szafirek armeński, Kleine Traubenhyazinthe – szafirek groniasty, Pimpinella nigra, Poa subcaerulea, Efeublättriger Ehrenpreis – przetacznik bluszczykowy) entdeckt. Wenn man diesen Park betrachtet, sieht man, dass die Natur ihre eigenen Wege hat, sich auch an solch einem historischen Ort einzunisten.

Auf der Zitadelle wachsen zahlreich Frühlingsgeophyten, die einen schönen Blütenteppich bilden, sobald es wärmer wird. Dazu gehören Gefingerter Lerchensporn (zosnek wężowy), Buschwindröschen (zawilec gajowy), Gelbes Windröschen (zawilec żółty), Maiglöckchen (konwalia majowa), Hohlknolliger Lerchensporn (kokorycz pełna), Krokus (Crocus chrysanthus – szafran wiosenny), Scharbockskraut (ziarnopłon wiosenny), Acker-Gelbstern (złoć polna), Wald-Gelbstern (złoć żółta), Wiesen-Gelbstern (złoć łąkowa), Schneeglöckchen (śnieżyczka przebiśnieg), Kleinblütige Traubenhyazinthe (szafirek drobnokwiatowy), Jonquille (narcyz żonkil), Dichter-Narzisse (narcyz biały), Nickender Milchstern (Ornithogalum nutans – śniadek baldaszkowaty), Blausternchen (bulica syberyjska), Garten-Tulpe (tulipan ogrodowy) und Wilde Tulpe (tulipan dziki). Ein Spaziergang im zeitigen Frühjahr ist eine wahre Farbenpracht!

Auf den Friedhöfen auf der Posener Zitadelle werden auch verschiedene Pflanzenarten kultiviert, die diesen Gedenkstätten Charme verleihen. Wir treffen hier z.B. Giersch (podagrycznik pospolity), Akelei (orlik pospolity), Herzblatt-Bergenie (Bergenia cordifolia), Acker-Glockenblume (dzwonek jednostronny), Gewöhnliche Waldrebe (powojnik pnący), Efeu (bluszcz pospolity), Braunrote Taglilie (Hemerocallis fulva), Deutsche Schwertlilie (kosaciec bródkowy), Gefleckte Taubnessel (snota biała – Anm. d. Red: wahrsch. Lamium maculatum?), Wald-Vergissmeinnicht (niezapominajka leśna), Gewöhnliches Seifenkraut (mydlnica lekarska), Kaukasisches Fettblatt (rozchodnik kaukaski), Kanadische Goldrute (włoć kanadyjska), Kleines Immergrün (barwinek pospolity) und Wohlriechendes Veilchen (fiołek wonny). Interessanterweise wurden Ergasiophyten (aus Anbau stammende, verwilderte Pflanzen) ausschließlich auf dem Friedhof des Britischen Commonwealth festgestellt – dort wachsen z.B. Weicher Frauenmantel (przywrotnik miękki), Campanula poscharskyana, Palmwedel-Segge (turzyca muskegońska), Gefleckte Goldnessel (Galeobdolon argentatum), Echter Lavendel (lawenda wąskolistna), Blaue Katzenminze (kocimiętka Faassena), Woll-Ziest (Stachys lanata), Nelkenwurz-Arten (pragnia kuklikowata), Sibirische Nelkenwurz (pragnia syberyjska). Der Park ist wirklich ein botanisches Labor!

Auf der Zitadelle wachsen auch kultivierte Formen einheimischer Arten, z.B. Giersch ‘Variegatum’ (podagrycznik pospolity ‘Variegatum’), Kriechender Günsel ‘Atropurpurea’ (dąbrówka rozłogowa ‘Atropurpurea’), Vogelfuß-Segge ‘Variegata’ (turzyca ptasie łapki ‘Variegata’), Scharbockskraut f. plenifolia (ziarnopłon wiosenny f. plenifolia), Schneeglöckchen f. pleniflora (śnieżyca przebiśnieg f. pleniflora), Gefüllter Blaustern (skier rozłogowy ‘Plena’ – Anm. d. Red.: wahrsch. Scilla siberica plena?). Wir finden hier auch Kulturarten wie Strand-Grasnelke (zawciąg pospolity), Pfirsichblättrige Glockenblume (dzwonek brzoskwiniolistny), Margerite (złoć mała – Anm. d. Red.: wahrsch. Leucanthemum vulgare), Blut-Storchschnabel (bodziszek czerwony), Gefleckte Taubnessel (snota plamista – Lamium maculatum), Echter Majoran (lebiodka pospolita), Trauben-Steinbrech (skalnica gronkowa), Sand-Thymian (macierzanka wczesna – Thymus serpyllum) und Frühblühender Thymian (macierzanka piaskowa – Thymus praecox). Und wenn Sie wirklich alte Exemplare suchen, sollten Sie die Naturdenkmäler beachten: die Eiche des Generals Wasilij Tschuikow (Dąb im. gen. Wasilija Czujkowa) und die Eiche der Posener Zitadellenkämpfer (Dąb Cytadelowców Poznańskich). Sie haben sicher viel zu erzählen.

Die Tierwelt der Zitadelle: Säugetiere, Vögel, Reptilien und Amphibien – wer lebt im Park?

Die Tierwelt der Zitadelle ist ebenso, wenn nicht sogar faszinierender als die Pflanzenwelt. Auf dem Parkgelände kommen 20 Säugetierarten vor, darunter Fuchs (lis – ich habe einmal gesehen, wie einer über die Allee lief!), Iltis (tchórz zwyczajny), Mauswiesel (łasica), Eichhörnchen (wiewiórka pospolita), Waldmaus (mysz zaroślowa), Wanderratte (szczur wędrowny), Igel (jeż europejski), Waldspitzmaus (ryjówka aksamitna), Maulwurf (kret), Reh (sarna), Dachs (borsuk), Wildkaninchen (króliki europejskie) sowie Fledermäuse (nietoperze).

Füchse und Hunde haben leider wahrscheinlich die Population der Wildkaninchen dezimiert, die früher zahlreich im Park vorkamen. Aus den Gebieten an der Warthe wandern Reh und Dachs ein und erweitern so die Liste der Stammgäste.

Die Zitadelle ist ein wichtiges Winterquartier für Fledermäuse (u.a. Fransenfledermaus – nocek Natterera, Brandtfledermaus – nocek rudy, Großes Mausohr – nocek duży, Mopsfledermaus – mopek, Zwergfledermaus – karlik), die in den Überresten der Festungsmauern leben. Der Park ist eines der größten Vogelhabitate im Zentrum Posens (Poznań) und sein Gelände ist äußerst attraktiv für Zug- und Wintervögel. Ein wahres Paradies für Ornithologen.

Wir finden hier Arten wie Ringeltaube (grzywacz), Kohlmeise (bogatka zwyczajna), Blaumeise (modraszka zwyczajna), Rotkehlchen (rudzik), Amsel (kos), Singdrossel (drozd śpiewak), Star (szpak zwyczajny), Mönchsgrasmücke (kapturka), Buchfink (zięba), Grünfink (dzwoniec), Zilpzalp (pierwiosnek), Fitis (piecuszek), Waldlaubsänger (świstunka leśna), Gartengrasmücke (gajówka), Waldkauz (puszczyk), Waldohreule (uszatka), Wacholderdrossel (kwiczoł), Gartenrotschwanz (pleszka), Pirol (wilga), Kleiber (kowalik), Gelbspötter (zaganiacz zwyczajny). Sowie Spechte, in verschiedenen Varianten: Buntspecht (dzięcioł duży), Schwarzspecht (dzięcioł czarny), Grünspecht (dzięcioł zielony), Kleinspecht (dzięciołek), Wendehals (krętogłów). Die Vögel finden reichlich Nahrung in Form von Früchten von Berberitze (berberys), Schlehe (tarnina), Weißdorn (głóg), Schwarzem Holunder (bez), Eberesche (jarzębina) oder Traubenkirsche (czeremcha), was besonders in schwierigeren Zeiten entscheidend ist. Im Winter kann man hier seltenere Gäste treffen, wie Kernbeißer (grubodziób), Stare (szpak), Gimpel (gil) und Seidenschwänze (jemiołuszki).

Der Park hat auch große Bedeutung für die Posener (Poznaner) Herpetofauna – also Reptilien und Amphibien. Auf dem Gelände der Zitadelle wurde bislang das Vorkommen von vier Amphibienarten festgestellt: Teichmolch (traszka zwyczajna), Grasfrosch (żaba trawna), Erdkröte (ropucha szara) sowie Wechselkröte (ropucha zielona), deren Population im Rosarium im Jahr 2017 beeindruckende 105 Individuen zählte. Ich habe sie selbst gesehen und sie sind wirklich niedlich!

Unter den Reptilien kann man die Zauneidechse (jaszczurka zwinka) und die Blindschleiche (padalec zwyczajny) treffen – oft mit einer Schlange verwechselt, obwohl sie eine beinlose Eidechse ist.

Die Welt der Wirbellosen ist auf der Zitadelle äußerst reich, besonders bei den Käfern. Es wurden bis zu 501 Arten festgestellt, darunter Arten von der Roten Liste gefährdeter Arten (Ameisenborkenkäfer – walgierz mrówkodrzewny?) oder einzigartige Fundorte in Polen (Batrisodes buqueti) und Großpolen (Sitona languidus). Und seitdem vielleicht etwas Neues entdeckt wurde? Im Jahr 1990 wurde im Park das Vorkommen des Käfers Cteniopus flavus, im Jahr 2001 an der Schwarzpappel der Käfer Allecula morio, und im Jahr 2002 wurde der Ameisengast (mrowiszczak mrówkomirek – Lomechusa strumosa) entdeckt. Das sind nur einige von zahlreichen Beispielen.

Unter anderen Wirbellosen sind zu nennen: Dreikieliger Erntekäfer (wątlik charłaj – Trogulus tricarinatus), Haplophilus subterraneus (der hier als neue Art für Polen entdeckt wurde – das ist wirklich etwas!), Federlibelle (grzebyczak żółtawy – Platycnemis pennipes), Blutweiderich-Rüsselkäfer (zielarka krwawnica – Apion sanguineum?), Stenus-Arten (skrócik – Stenus sp.), Dickmaulrüssler (opuchlak – Otiorhynchus sp., z.B. Otiorhynchus rugosostriatus). Der Gartengrundläufer (Orszoł paskowany – Carabus hortensis) hat auf der Zitadelle einen von nur vier Standorten in Poznań (die anderen in Krzesiny, an der Malta und in Kobylepole).

Es wurden auch detaillierte Untersuchungen der Aphidenfauna (Blattlausfauna) in den Jahren 2006–2007 durchgeführt, bei denen das Vorkommen von 67 Blattlausarten festgestellt wurde, darunter Fichtengallenläuse (ochojnikowate – Adelgidae) und Blattläuse (mszycowate – Aphididae). Innerhalb der Unterfamilie der Käfer Malachiinae wurden in verschiedenen Jahren Fundorte seltener Arten festgestellt, was auf ein langfristiges Monitoring hindeutet: Zweifleck-Zipfelkäfer (bęblik dwuplamek – Malachius bipustulatus) (1993), Cordylepherus viridis (1994), Axinotarsus ruficollis (1996), Anthocomus fasciatus (1999), Ebaeus flavicornis (2000), Axinotarsus marginalis (2007). Das zeigt, welch wertvoller, wenn auch vielleicht unterschätzter, Ort die Zitadelle für viele Lebensformen ist.

Der Zitadellenpark – ein Ort der Erinnerung und Geschichte. Wie viele Spuren der Vergangenheit finden Sie hier?

Zitadellenpark

Ein Spaziergang durch die Zitadelle ist auch, und vielleicht vor allem, eine Reise durch die turbulente Geschichte Posens (Poznań) und Polens. Die Forts auf dem Winiary-Hügel waren Zeugen vieler wichtiger historischer Ereignisse, von preußischer Zeit über den Großpolnischen Aufstand bis hin zu den blutigen Kämpfen im Januar und Februar 1945. Wie viele Geschichten verbergen diese Mauern?

Friedhöfe auf der Zitadelle: Spuren vergangener Epochen und Kämpfe. Bewegende Zeugnisse.

An den Hängen des ehemaligen Forts Winiary liegen Militärfriedhöfe, die ein bewegendes Zeugnis der Vergangenheit darstellen. Sie stammen aus verschiedenen Geschichtsperioden und erinnern an die Opfer von Aufständen und Kriegen, was diesen Ort einzigartig macht. Auf dem Parkgelände befinden sich folgende Friedhöfe: Alter Friedhof der Pfarrei St. Adalbert (Dawny cmentarz parafii św. Wojciecha), Garnisonsfriedhof (Cmentarz Garnizonowy), Friedhof der Sowjetischen Helden (Cmentarz Bohaterów Radzieckich), Kriegsgräberstätte des Britischen Commonwealth in Poznań (Cmentarz Wojenny Wspólnoty Brytyjskiej w Poznaniu) sowie Friedhof der Polnischen Helden (Cmentarz Bohaterów Polskich) und Orthodoxer Friedhof (Cmentarz Prawosławny).

Alle Friedhöfe auf der Posener Zitadelle werden gepflegt. Die Zitadelle ist Ort der ewigen Ruhe für gefallene Soldaten (die verschiedene Länder repräsentieren), großpolnische Aufständische und Einwohner Posens (Poznań), sowie für die Opfer des nationalsozialistischen und sowjetischen Terrors (denen auf dem Friedhof der Polnischen Helden gedacht wird) und für die ‚Cytadelowcy‘ – Menschen, die mit diesem Ort verbunden sind.

Auf dem Garnisonsfriedhof, der über 1500 Gräber zählt, ruhen Militärangehörige, darunter Januaraufständische (powstańcy styczniowi) und großpolnische Aufständische (powstańcy wielkopolscy), Soldaten aus den Jahren 1918–1920, Generäle und Ritter des Virtuti Militari. Eine wahre Geschichtsstunde unter freiem Himmel.

Der Friedhof des Britischen Commonwealth ist Begräbnisstätte für Teilnehmer des berühmten Großen Ausbruchs (Wielka Ucieczka) aus dem Stalag Luft III in Żagań im Jahr 1944, darunter Polen, die von den Deutschen ermordet (zgładzonych) wurden. Es sei erwähnt, dass über den Großen Ausbruch ein bekannter Film gedreht wurde („Gesprengte Ketten“, The Great Escape), während der Film von Andrzej Fader „Wielka ucieczka na północ“ (Der Große Ausbruch nach Norden) von einem anderen Ereignis erzählt – das zeigt, wie diese Geschichte bis heute nachwirkt.

Museen auf dem Gelände der Zitadelle: Geschichte und Waffen in alten Mauern

Wie ich bereits erwähnte, befinden sich in erhaltenen Festungsgebäuden zwei Museen mit militärischer Thematik. Das Museum für Bewaffnung (Muzeum Uzbrojenia), gelegen im Gebäude des ehemaligen Artillerielabors des Forts Winiary, vermittelt die Geschichte der Kämpfe um Poznań im Jahr 1945 und präsentiert gesammelte Exponate sowie Militärfahrzeuge, hauptsächlich aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs stammend. Man kann hier u.a. ein umkehrbares Periskop (peryskop odwracalny) sehen, eine Erfindung des polnischen Ingenieurs und Soldaten Rudolf Gundlach – eine Innovation, die das Schlachtfeld veränderte.

Das zweite Museum, das Museum der Armia Poznań (Muzeum Armii Poznań), befindet sich in den ehemaligen Kasematten des Forts Winiary (Viadukt der Kleinen Schleuse – Estakada Małej Śluzy) und zeigt Dokumente, Fotografien, Waffen und Ausrüstung der Soldaten der Armia Poznań, die Geschichte dieser Formation näherbringend. Ein Besuch beider Museen ist ein Muss für Liebhaber der Militärgeschichte sowie für diejenigen, die besser verstehen möchten, was sich auf diesem Gelände vor Jahrzehnten ereignet hat.

Der Zitadellenpark – ein Ort der Erholung und Freizeit. Womit zieht er die Einwohner Posens an?

Der Zitadellenpark in Poznań ist ein Park, der sprüht vor Leben, besonders an Wochenenden, wenn ihn eine beträchtliche Anzahl von Einwohnern und Touristen besucht. Er ist der ideale Ort für aktive Erholung, aber auch einfach zum Entspannen inmitten der Natur. Eine wahre grüne Oase im Herzen der Stadt, obwohl es manchmal ziemlich voll sein kann.

Unterhaltung für die Kleinsten: Spielplätze und andere Attraktionen

Der Zitadellenpark ist ein äußerst familienfreundlicher Ort. Auf dem Gelände des Zitadellenparks finden Sie mehrere Ecken voller Attraktionen für die Kleinsten, und die Spielplätze werden Kinder praktisch jeden Alters begeistern.

Der größte Spielplatz befindet sich im südöstlichen Teil des Parks. Er bietet eine Fülle von Rutschen, Klettergerüsten, Hindernisparcours, Karussells und Schaukeln – alles, was man für fröhlichen Spielspaß braucht. Es gibt sogar einen bunten Zug! Ein weiterer Spielplatz auf dem Gelände des Zitadellenparks befindet sich in der Nähe des Rosariums, was Eltern (wenn sie bereit sind für ein bisschen Lärm) ermöglicht, den Spielspaß der Kinder mit der Bewunderung wunderschöner, blühender Rosen zu verbinden. Man kann dort tolle Fotos von blühenden Rosen und spielenden Kindern machen. Was will man mehr?

Aktive Erholung: Outdoor-Fitnessstudios und Laufstrecken

Für diejenigen, die gerne aktiv Zeit verbringen, hat die Zitadelle einiges zu bieten. Sie finden hier Fitnessgeräte im Freien, wo man im Freien trainieren kann, die verfügbaren Geräte nutzend. Die weitläufigen Alleen des Parks sind ausgezeichnete Laufstrecken, ideal sowohl zum Joggen als auch zum Nordic Walking – persönlich liebe ich es, hier am Morgen zu laufen, wenn der Park erwacht.

In der Zitadelle wird auch der Parkrun Poznań veranstaltet – ein beliebtes Laufevent über 5 km, das jeden Samstag auf den asphaltierten Parkalleen stattfindet. Es gibt auch den Skatepark Hopy Cytadela, ein Ort für diejenigen, die Skateboard-, Inliner- oder BMX-Fahren bevorzugen. Die Möglichkeiten, aktiv Zeit zu verbringen, sind hier wirklich vielfältig, für jeden ist etwas dabei. Vom Joggen über den Parkrun Poznań, den Skatepark Hopy Cytadela bis hin zu Gelände, das für ASG-Spiele genutzt wird.

Die Zitadelle: Visitenkarte Posens. Warum ist er so wichtig?

Der Zitadellenpark ist zweifellos einer der beliebtesten Erholungsorte der Einwohner der Hauptstadt Großpolens. Es ist ein Park mit ausgezeichneter Lage und abwechslungsreichem Gelände, der auf außergewöhnliche Weise Geschichte, Natur, Erholung und Kultur verbindet. Er wurde auf dem Winiary-Hügel (Wzgórze Winiarskie) nördlich der Altstadt, im Bezirk Winogrady gelegen, und wird von den Straßen Armii Poznań und Szelągowska begrenzt. Seine Bedeutung für die Stadt ist unschätzbar.

Ort der Begegnung und kultureller Veranstaltungen: Konzerte, Festivals und Aufführungen

Die Zitadelle lebt nicht nur vom täglichen Treiben der Spaziergänger und Sportler, sondern auch von wichtigen gesellschaftlichen und kulturellen Veranstaltungen. Auf dem Parkgelände finden zahlreiche Musikkonzerte, Festivals oder Freiluftaufführungen statt.

So fand dort zum Beispiel im Jahr 2022 das beliebte Festival Męskie Granie statt, und im Jahr 2009 gab es ein unvergessliches Konzert der Band Radiohead. Das zeigt den Rang dieses Ortes auf der kulturellen Landkarte Polens. In der Osterzeit finden auf dem Parkgelände nach Einbruch der Dunkelheit auch Passionsspiele statt, organisiert von der Posener (Poznaner) Jugend – angeblich das größte Passionsspiel der Welt, es macht einen riesigen Eindruck, obwohl es eine Herausforderung sein kann, wenn Sie empfindlich auf Menschenmengen reagieren.

Grüne Oase im Herzen der Stadt: Ein Ort der Ruhe und Entspannung

Trotz der Nähe zum Stadtzentrum ist die Zitadelle eine wahre Oase der Ruhe. Die weitläufigen Flächen, die reiche Vegetation und der Gesang der Vögel lassen einen den Stadtlärm vergessen und Zeit inmitten zauberhafter Natur verbringen.

Wie Sie bereits wissen, ist der Zitadellenpark eines der größten Winterquartiere für Fledermäuse im Land (als ich kürzlich an einem Artikel über städtische Ökosysteme arbeitete, wurde gerade die Zitadelle als Vorzeigebeispiel genannt), sowie Heimat vieler Vogelarten, darunter Spechte, Waldkäuze, geschützte Reptilien und Amphibien, Eichhörnchen, Hasen, Wildkaninchen und sogar Rehe. Es ist ein Ort, wo sich Geschichte mit der Natur verflechtet, und jeder, buchstäblich jeder, etwas für sich finden kann – sei es ein Liebhaber aktiver Erholung, ein Sucher nach historischen Spuren oder einfach jemand, der einen Moment der Entspannung inmitten der Natur, fernab vom Lärm, wünscht. Der Zitadellenpark in Poznań ist ein Park, der, ehrlich gesagt, wirklich einen Besuch wert ist.

Kategorien: GroßpolenPolen

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